Existenzgründung – mehr Förderung wagen!

An Ideenreichtum, Vielfalt und Mut zur Existenzgründung mangelt es hierzulande nicht. Doch die Zahl der Unternehmensgründungen nimmt trotz oder aufgrund des andauernden starken Wirtschaftsaufschwungs in Deutschland stetig ab. Neben mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten hemmt auch eine zu starke staatliche Regulierung eine aufstrebende deutsche Gründerkultur. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verzeichneten im Jahr 2016 knapp sieben Prozent weniger Gespräche mit Personen, die ein Unternehmen in der Industrie, dem Handel oder den Dienstleistungsbranchen gründen wollten. Damit ist zum sechsten Mal in Folge ein Negativrekord in der seit 2002 bestehenden IHK-Gründungsstatistik erreicht.

Wenig Finanzen, viel Bürokratie – ein falsches Signal

Mehr Geld für mehr Wachstum lautet der erste richtige Ansatz. Die Förderung von Start-up-Unternehmen erfordert nicht nur mehr Wagniskapital, sondern vor allem auch staatliche Hilfe in Form von öffentlichen Fördermitteln. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland jedoch gerade bei diesem Thema zurück. Der Staat sollte nicht nur zur finanziellen Hilfe für eine Existenzgründung verpflichtet sein, sondern durch effektive Finanzhilfen seiner Vorbild- und Steuerungsfunktion nachgehen, um Gründer zur Selbständigkeit zu motivieren und auf dem Weg dorthin zu unterstützen. Eine Politik, die Gründer einem nur schwer überwindbaren Bürokratie-Dschungel aussetzt und zu einem überwiegenden Ausweichen auf private Investoren zwingt, setzt jedenfalls ein falsches Signal.

Die CDH hat sich mit ihren Forderungen zur staatlichen Unterstützung von Existenzgründern nicht nur in zahlreichen Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft eingebracht. Zusammen mit drei weiteren Verbänden hat die CDH ein Positionspapier verfasst, in der ein Umdenken der Gesellschaft und der politisch Verantwortlichen eine gründerfreundliche Ausgestaltung der deutschen Wirtschaftspolitik aufs Neue gefordert werden. Nun ist die Politik gefragt.

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